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  • Jannick Fischer

Zwang zur Nachhaltigkeit

„Der Bundesrat möchte, dass E-Scooter nur dann zugelassen werden, wenn ihr Akku austauschbar ist. In einer am 8. November 2019 gefassten Entschließung fordert er die Bundesregierung auf, die Vorschriften für Elektrokleinstfahrzeuge entsprechend zu ändern.“

Dieser Beschluss des Bundesrates stellt die Offiziellmachung dessen dar, was der Ministerpräsident von Thüringen, Bodo Ramelow (Die Linke), schon einen Monat zuvor in seiner Rede zum Erschließungsantrag vor dem Bundesrat vorgetragen hatte. Dabei geht Herr Ramelow explizit auf das Angebot eines Discounters ein, der e-Scooter für unter 1000€ und ohne wechselbaren Akku an den Endkunden verkauft.




Im nun formulierten Beschluss heißt es, dass allen Elektrokleinstfahrzeugen ohne die Option auf tauschbaren Akku die Allgemeine Betriebserlaubnis verwehrt bleiben soll. Sollte die Bundesregierung das Anliegen des Bundesrates aufgreifen und eine Gesetzesänderung auf den Weg bringen, wäre eine sofortige Umstrukturierung einiger Geschäftsmodelle die zwangsläufige Folge.




Dabei haben die marktpräsenten Anbieter schon teilweise Änderungen vorgenommen. Wechselbare Akkus im neuen Serienprodukt von okai machen die blitzschnellen Wechsel sämtlicher Flotten möglich. Gleich dazu noch eine Anpassung des Operationsmodell – die Diesel-Schleuder-Transporter brauch man ja nun glücklicherweise nicht mehr. Fahrräder für die Service Operator sind natürlich das Vehikel der Wahl. Grün, umweltfreundlich, nachhaltig.

Aber was machen die Anbieter, die diese Produkt- und Operationsadaptionen nicht schnell genug umsetzen können? Droht ein Fahrverbot für einige Flottenbetreiber? Und wie sieht es mit dem Konzept eines Anbieters aus, der seine alten, ausgemusterten Fahrzeuge aus älteren Generationen generalüberholen lässt, um sie dann für 699€ unter den Weihnachtsbaum der Liebhaber floaten zu lassen? Die anstehende politische Entscheidung könnte den Geschäftszweig brechen lassen.




Klar ist, dass der Anstoß aus Thüringen ein offenes Geheimnis zur Sprache gebracht hat und die mediale Berichterstattung diese offensichtliche Voraussetzung für nachhaltige e-Scooter ins Bewusstsein der Nutzer und Kritiker gebracht hat. Erfreulich ist die schnelle Adaption und Bekenntnis zu echter Nachhaltigkeit und dem zeitgleichen Umdenken der fragwürdigen Operationsmodelle. Es scheint eine Entwicklung im Sinne der grünen Mobilitätswende und Entlastung von autoüberschwemmten Innenstädten zu geben. Am Ende stellt sich die Frage, wie die neuen operativen Modelle umgesetzt werden und ob mangelnde Erfahrung den reibungslosen Betrieb auf Spannung halten kann.

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